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SA 22.8. - FR 28.8. / Gerhard-Marcks-Haus und Wilhelm Wagenfeld Haus, Bremen

30 Jahre IMPROVISATIONEN

Im Rahmen des Bremer KulturSommers Summarum

Die Reihe IMPROVISATIONEN ist aus der Bremer Musikszene nicht mehr wegzudenken und strahlt weit über diese hinaus: über zweihundert Konzerte und zehn Festivals in 30 Jahren, dazu die Beteiligung an den jährlichen Festivals der MIB (Musikerinitiative Bremen). Markenzeichen und Stärke der Reihe ist ihr Werkstattcharakter. Bei einem nicht unbeträchtlichen Teil der Konzerte stellen sich die eingeladenen KünstlerInnen mit einem eigenen Set vor, bevor sie auf Bremer ImprovisatorInnen treffen. Die Initiatoren haben seit 1990 331 KünstlerInnen aus 21 Ländern in die Stadt gelockt. Berühmte Größen der Impro-Szene wie Phil Minton, Evan Parker, Urs Leimgruber, Peter Kowald, Sainkho Namtchylak, Steve Lacy, Maggie Nicols, Lol Coxhill, Keith Rowe, Gunter Hampel, Charlotte Hug, Hans Reichel, Roger Turner, Fine Kwiatkowski, Erhard Hirt sowie Barre Phillips waren darunter. Aber auch Entdeckungen wie die Hamburger Tänzerin Mizuki Wildenhahn, der New Yorker Perkussionist Jeff Arnal, die koreanische Sängerin Ge-Suk Yeo oder der niederländische Sprachartist Jaap Blonk. Dies stets mit dem Ziel, die aktuellen Entwicklungen improvisierter Musik abzubilden und ganz nebenbei ein großes Netzwerk improvisierender MusikerInnen aufzubauen, das ihresgleichen suchen muss.

Sa 22.8. / 16.30 & 18 Uhr / Gerhard-Marcks-Haus, Außenterrasse, Am Wall 208, Bremen
IMPROVISATIONEN 198 & 199
Sauer | Schliemann & Friends

Das improvisierende Duo Sauer | Schliemann spannt mit Stimme und Trommel und hohem Reibungsgewinn den Bogen von primitivster Archaik bis zu elaboriertester Klangfinesse. Die Zusammenarbeit von Silvia Sauer und Wolfgang Schliemann begann 2013, angeregt durch ihre Begegnungen im Rahmen der offenen Bühne für frei improvisierte Musik IMPROVISOHRIUM, einer Veranstaltung von ARTist Wiesbaden. Silvia Sauer ist Sängerin, Stimmkünstlerin und Performerin zwischen Jazz und Improvisierter Musik, Vertonung von Stummfilmen bis hin zu audiovisuellen Tanz- Perfomances und SoundArt. Ihr künstlerischer Schwerpunkt ist die Improvisation, in rein musikalisch und interdisziplinären Kontexten, akustisch und mit Live-Elektronik. Wolfgang Schliemann betreibt die Kunst des Schlagzeugspiels mit einer radikalen Spielhaltung, in der sich das Schlagzeug von seiner Funktion als primärem Rhythmusinstrument längst verabschiedet hat, leistet dem alten Material nach Kräften Widerstand und schafft so neues Unerhörtes in bevorzugt medienübergreifenden Projekten der Bereiche Neue Improvisierte Musik / Performance / Klangkunst. Beim IMPROVISATONEN-Jubiläum kommt es zu einer musikalischen Begegnung mit den Bremer Musikern Uli Sobotta und Hainer Wörmann.

Mitwirkende: Silvia Sauer (Stimme), Wolfgang Schliemann (Perkussion), Hainer Wörmann (Gitarre), Uli Sobotta (Euphonium, Althorn)

Infos
Sauer I Schliemann: www.sommer-summarum.de/veranstaltung/?id=298
Sauer I Schliemann & Friends: www.sommer-summarum.de/veranstaltung/?id=299


DO 27.8. / 18 Uhr, 19.30 & 21 Uhr / Wilhelm Wagenfeld Haus, Innenhof, Am Wall 209, Bremen
FR 28.8. / 15 Uhr, 16.30 & 18 Uhr / Gerhard-Marcks-Haus, Außenterrasse, Am Wall 208, Bremen
IMPROVISATIONEN 200 - 205
KLANK & Friends > Gabrys, Allbee & Abdelnour

Gemeinsam mit drei renommierten Gästen aus der internationalen Szenerie der Echt-Zeit-Musik sowie dem Bremer MusikAktionsEnsemble KLANK präsentieren die IMPROVISATIONEN an zwei Tagen hochkarätige konzertante Erstbegegnungen. Seit über zwanzig Jahren erkundet die französische Alt-Saxophonistin Christine Abdelnour die klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten ihres Instruments. Und reichert die komplexe Textur ihres Spiels dabei immer weiter an. Das Instrumentalspiel der in Berlin lebenden amerikanischen Trompeterin Liz Allbee konzentriert sich in eigensinniger Weise auf die nahezu sprachlichen Dimensionen ihrer musikalischen Stimme. Der in der Schweiz lebende polnische Kontrabassist Alexander Gabrys wiederum verbindet den unmittelbaren Zugriff auf die Materialität seines Instruments mit einem riesigen Fuder an Spieltechniken aus diversen Bereichen gegenwärtigen Musikschaffens. Aus den Reihen der IMPROVISATIONEN erweitert der energisch-eigenwillige Bremer Euphonium-Spieler Uli Sobotta den MusikerInnen-Pool. Die vier Gäste begegnen in verschiedenen Kombinationen der hochgradig sichtbaren Klang-Präsenz von KLANK.

Mitwirkende: Christoph Ogiermann (Violine, Keyboard), Markus Markowski (Gitarre),
Hainer Wörmann (Gitarre), Reinhart Hammerschmidt (Kontrabass), Tim Schomacker (Alltagsperkussion), Aleksander Gabrys (Kontrabass), Liz Allbee (Trompete), Christine Abdelnour (Saxophon), Uli Sobotta (Euphonium)

Infos
KLANK & Friends I > Christine Abdelnour: www.sommer-summarum.de/veranstaltung/?id=292
KLANK & Friends II > Aleksander Gabrys: www.sommer-summarum.de/veranstaltung/?id=293
KLANK & Friends III > Liz Allbee: www.sommer-summarum.de/veranstaltung/?id=294
KLANK & Friends IV > Aleksander Gabrys: www.sommer-summarum.de/veranstaltung/?id=295
KLANK & Friends V > Liz Allbee: www.sommer-summarum.de/veranstaltung/?id=296
KLANK & Friends VI > Christine Abdelnour: www.sommer-summarum.de/veranstaltung/?id=297

Eintritt je Konzert: 13.- / erm. 7.- / Solidaritätspreis 17.- / Kulturticket 3.- / Rollstuhlfahrer inkl. ein Begleiter 7.- (keine Abendkasse, Vorverkauf bei NORDWESTTICKET oder www.sommer-summarum.de)
Infos: www.sommer-summarum.de

Eine Veranstaltungsreihe der Musikerinitiative Bremen (MIB), gefördert durch den Senator für Kultur Bremen und in Kooperation mit dem Bremer KulturSommer Summarum

SO 30.8. / 19 Uhr / Sendesaal Bremen

EIN STÜCK – EIN KONZERT

KONZERT IV bei Neue Musik im Sendesaal Bremen

Programm:
Hans Werner Henze (1926 - 2012): »El Cimarrón« (1970) für Bariton, Flöte, Schlagwerk und Gitarre

»El Cimarrón« handelt von dem auf Kuba entlaufenen Sklaven Estéban Montejo. Er wurde 1860 geboren und gab im Alter von 104 Jahren dem kubanischen Ethnologen und Schriftsteller Miguel Barnet ein umfangreiches Interview über sein Leben, u. a. vom Kampf gegen die Spanier, vom Eindringen der US-Amerikaner in das Land, von der Sklaverei und der Sklavenbefreiung, von der Einsamkeit. Hans Werner Henze lernte den 108-jährigen Esteban Montejo 1969 noch persönlich kennen.
»El Cimarrón« gehört zu den bedeutendsten und gelungensten Exempeln für eine politisch engagierte Musik und schildert in eindringlicher Sprache die Zustände von Unterdrückung, Aufbegehren und Flucht. Dazu trägt zunächst der Inhalt des Werks bei. Es berichtet von den Erinnerungen des entlaufenen kubanischen Sklaven Esteban Montejo, die Miguel Barnet nach den Tonbandaufnahmen, auf denen Montejo seine Geschichte erzählt, niedergeschrieben hat. Auf der Basis dieses Buches formulierte Hans Magnus Enzensberger das Libretto für Hans Werner Henzes Komposition. Esteban Montejo wurde 1860 geboren, flieht aus der Sklaverei, schließt sich der Rebellion an, die sich für ihn aber nicht als Lebensverbesserung erweist. Er steht der neuen Freiheit kritisch gegenüber und kehrt aufs Land zu den Zuckerrohrfeldern zurück.
Diese Geschichte wird vom Bariton rezitiert und gesungen. In ihr offenbart sich eine Dialektik von Unterdrückung und Freiheit, die Henze auch in die musikalische Struktur einbettet. Es gibt Elemente, wie zum Beispiel Kettenrasseln, die die Erzählung des Sängers markant unterstreichen. Daneben stehen höchst artifiziell komponierte Musikpassagen für die ungewöhnliche Instrumentenkombination Flöte, Schlagzeug und Gitarre, die aber beinah genauso eingängig wirken und ebenso unmittelbar verstehbar scheinen wie die plakativ tonmalerischen Effekte. Denn Henze verzichtet auf einen lyrischen, expressiven Ton und setzt stattdessen auf klangliche Schroffheit, auf eine gewisse Deutlichkeit des Tons. Darüber hinaus bietet die aleatorische Anlage der Komposition den Musikern große Gestaltungsfreiheit. Elemente von Improvisation tragen dazu bei, dass Henze der Gefahr entgeht, den komplexen politischen Gehalt des Stücks zu romantisieren oder gar zu verkitschen, im Gegenteil: Inhalt und Musik verschmelzen zu einer sich gegenseitig kommentierenden Einheit.

Mitwirkende: Robert Koller (Bariton), Isabelle Raphaelis (Flöte), Johannes Lang (Gitarre), Hsin Lee (Schlagzeug)

Livestream: /www.youtube.com/watch?v=F4pPTqhMKpQ

Eintritt: 15.- / erm. 8.- / 3.- (Bremen-Pass)
Infos: sendesaal-bremen.de/produkt/ensemble-new-babylon-hans-werner-henze/

Eine Veranstaltung des Ensembles New Babylon GbR. Die Konzertreihe »Ein Stück – ein Konzert« wird gefördert vom Musikfonds e. V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Ernst von Siemens Musikstiftung, dem Senator für Kultur Bremen, von klangpol – Netzwerk Neue Musik Nordwest, der Waldemar Koch Stiftung und der Sparkasse Bremen.

realtime NOW – das erste Online-Musikvideo-Festival

Online-Voting für den Publikumspreis

Aufgrund der aktuellen Situation musste das realtime-Festival für Neue Musik in Bremen auf Mai 2021 verschoben werden. Damit wird auch die Preisverleihung des Köster-Preises erst im kommenden Jahr stattfinden. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und zahlreiche Filmschaffende aus aller Welt haben Werke der Neuen Musik visuell im Stile eines Musikvideos in Szene gesetzt und eingereicht. Auch der Publikumspreis wird erst im kommenden Jahr verliehen. Bereits jetzt kann aber online abgestimmt werden. Dafür wurde realtime NOW ins Leben gerufen: das erste Online-Musikvideo-Festival. Mehr als 40 Filmprojekte können unter now.realtime-festival.de/ gesichtet werden. Hier kann auch jeder an der Abstimmung teilnehmen und die Siegerin oder den Sieger bestimmen. Die drei Werke mit den meisten Stimmen gewinnen am Ende nicht nur einen Geldbetrag, sondern werden außerdem im Rahmen der Preisverleihung in einem Bremer Kino auf der großen Leinwand präsentiert.

Die Erlöse, die über das Streaming eingenommen werden, kommen den KünstlerInnen zugute.

Teilnahmegebühr: 1.- pro Voting
Infos: realtime.us.launchpad6.com/publikumspreis/register

SO 6.9. - SO 29.11. / jeweils sonntags um 20 Uhr / live auf youtube, danach auf dem OHM-Vimeo-Kanal

ONE MINUTE HERE

Ein audiovisuell coroneskes Musikprojekt

März 2020: Das öffentliche und kulturelle Leben wird weltweit massiv heruntergefahren. Die Covid-19-Pandemie hat uns alle erreicht. Das gibt zu denken, zu beobachten, festzuhalten. Nicht aufgeben, sondern Kreativität bewahren – zu spannend sind die Entwicklungen, als sie einfach nur zur Kenntnis zu nehmen. Mit dieser Motivation haben sich KünstlerInnen und KomponistInnen für das Medienkunstprojekt »ONE MINUTE HERE« zusammengetan. Entstanden sind 40 einminütige Minimal-Videos mit Bildern aus aller Welt, die einen Ort oder eine Situation während des Shutdowns für die Dauer von einer Minute in Zeitlupe festhalten. Die KomponistInnen unterlegten die Videos mit exklusiven musikalischen Miniaturen. Das Ergebnis zeigt Spannendes, Trauriges, Merkwürdiges, aber auch Amüsantes aus einer besonderen Zeit.
Die Ur-Aufführung aller Werke ist im Rahmen des Musikfestivals Bremer Hausmusikwoche im Konzertsaal der Hochschule für Künste Bremen geplant.

Komposition: Siegrid Ernst, Johannes W. Schäfer, Juan Maria Solare, Ezzat Nashashibi
Komposition und Videokunst: Alexander Derben

Infos: abk-ev.de/

Ein Projekt des Arbeitskreises Bremer Komponisten & Komponistinnen e.V.

Hier geht es zum Trailer.

Gehörgänge zu Gast beim »Baucafé EXTRA«

HCL-Ensemble

Seit Beginn der Gehörgänge ist das HCL-Ensemble, gegründet von Hannes Clauss, die Hausband der Reihe. In diesem Jahr feiert das HCL-Ensemble sein 30-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass spielte die Urzelle des Ensembles im Mai 2020 auf der Bühne des Globe, Oldenburg, drei Stücke in freier Improvisation. Pianist Sebastian Venus und Schlagzeuger Hannes Clauss tasten sich gleichermaßen mit Einfühlunsgvermögen und Verve in entlegene Bereiche von Instant Composition Music vor, loten die Möglichkeiten ihres Instrumentariums aus, lassen es miteinander tanzen und ringen und fördern wie nebenbei ein Stück zeitgenössischer Musik zu Tage, das die ganze Bandbreite von wütendem Aufbegehren bis zur Beschäftigung mit der Stille umfasst.

Mitwirkende: Sebastian Venus (Synthesizer, Klavier), Hannes Clauss (Schlagwerk)
Dauer: ca. 15 min

Infos und Freischaltung des Links auf: www.globe-oldenburg.de

Eine Veranstaltung der Gemeinnützigen Kulturgenossenschaft Globe e.G.

Digital Diary!

Blauschimmel Atelier

Das BlueScreen Ensemble hat in einem Zeitraum von neun Monaten unterschiedliche Musikerinnen und Musiker zum gemeinsamen Improvisieren eingeladen. Das Motto: experimentieren und Neues ausprobieren. Die Idee war, aus diesen musikalischen Begegnungen ein digitales Tagebuch zu erstellen, welches ein Jahr lang die gemeinsame Arbeit mit anderen Kunstschaffenden dokumentiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Entstanden sind 29 außergewöhnliche sehens- und hörenswerte Video-Clips, die online auf www.blauschimmel-digitaldiary.de sowie auf Oldenburg Eins zu sehen sind.

Leitung: Jochen Fried, Multimedia: Mirco Dalos

Infos: jochen.fried@blauschimmel-atelier.de und Tel. 0441.2480.999 und
www.blauschimmel-digitaldiary.de

Ein Projekt des Blauschimmel Ateliers Oldenburg in Kooperation mit klangpol – Netzwerk Neue Musik Nordwest, dem Institut für Musik der Universität Oldenburg sowie Oldenburg Eins. Gefördert von LAGS-Soziokultur aus Mitteln des Landes Niedersachsen, klangpol – Netzwerk Neue Musik Nordwest und der Vereinten Oldenburger Sozialstiftung.

Hörgänge Oldenburg

Ein Hörspiel-Projekt für den öffentlichen Raum von Christian Gude

Seit August 2013 entwickeln sich die »Hörgänge Oldenburg«. Es handelt sich hierbei um Hörspiele für Spaziergänger, verteilt im öffentlichen Raum der Stadt. Die Hörspiele können von jedermann jederzeit aus dem Internet heruntergeladen, vor Ort mit dem Smartphone per QR-Code abgerufen oder auf vorbereiteten mp3-Playern ausgeliehen werden.

Infos: Tel. 0441.235.3208 und www.hoergaenge.net

Ein Projekt des Edith-Russ-Hauses für Medienkunst Oldenburg in Kooperation mit der Landesbibliothek Oldenburg. Das Projekt wird gefördert mit Mitteln der Stiftung Niedersachsen, der Oldenburgischen Landschaft, klangpol – Netzwerk Neue Musik Nordwest sowie der HörTech gGmbH Oldenburg.

Förderer:

Klangpol